„Randy Weston African Rhythms“ Zwischen Monk und Marokko – der Pianist Randy Weston

Es gab zwei große Wegweiser in der Musik von Randy Weston (19262018): den Pianisten Thelonious Monk und die Traditionen Afrikas. Für Randy Weston bestand ein enger Zusammenhang zwischen beiden: „Monk spielte, wie sie in Ägypten vor 5000 Jahren gespielt haben müssen. Ich hörte uraltes Afrika in seiner Musik.

Mit Hans-Jürgen Schaal

Als im Jahr 1960 fast 20 afrikanische Staaten unabhängig wurden, veröffentlichte der Pianist Randy Weston sein Album „Uhuru Afrika“ – Freiheit Afrika. Schon im Jahr darauf gehörte er zu einer 30-köpfigen Delegation von Afroamerikanern, die Nigeria besuchte – und danach kehrte der Pianist immer wieder zu „Mother Africa“ zurück. 1967 gab er mit eigener Band sogar eine Afrikatournee durch 14 Länder. An der letzten Station, Tanger in Marokko, ließ sich Randy Weston für einige Jahre auch dauerhaft nieder. 1972 organisierte er das erste afrikanische Jazzfestival. Doch das schönste Ergebnis von Randy Westons Afrika-Synthese war sein eigenes Klavierspiel. Einen Hang zum Perkussiven hatte es immer schon, dann kam der Monk-Einfluss dazu, die polyrhythmische Phrasierung, das Sperrige und Klirrende, die „aufgeplatzten“ Akkorde. Weston spielte das Klavier virtuos, dicht, formal offen und mit einem stark afrikanischen Beat. „Wenn ich Klavier spiele, ist auch das Klavier eine Trommel.“

Playlist PDF

© WDR 3, Jazz & World, 26.11.2018

Danke, das Du meinen Beitrag kommentieren möchtest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.