Der Afrojazz-Star Manu Dibango ist mit 86 Jahren an den Folgen einer Coronainfektion gestorben. Der Saxofonist kam 1972 mit seinem ikonischen Lied Makossa Soul wie ein Gewitter über die Musikszene. Sein Einfluss geht weit über den Jazz hinaus.

Weltbürger am Saxofon

Thorsten Bednarz im Gespräch mit Andrea Gerk

Im Jahr 1972 hat Manu Dibango den Song veröffentlicht, mit dem er weltbekannt wurde und der immer mit seinem Namen assoziiert bleiben wird: „Soul Makossa“.

„Es ist das Stück von ihm, dass jeder mal irgendwann irgendwo gehört hat.“ Der Song gelte als erstes Disco-Stück der Musikgeschichte, sagt der Musikjournalist Thorsten Bednarz. Allerdings sollte man Dibango, der am heutigen 24. März in einem französischen Krankenhaus mit 86 Jahren gestorben ist, nicht auf das eine Lied reduzieren. „Er hat dem Jazz ganz wichtige Aspekte hinzugefügt, seine Arbeit mit dem amerikanischen Produzenten Bill Laswell setzte Maßstäbe in der elektronischen Dance Music und er hat es mit seiner Musik auch immer wieder geschafft, daran zu erinnern, wieviel die westliche Popmusik der Musik vom afrikanischen Kontinent verdankt.“ …

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© Deutschlandfunk Kultur, Tonart, 24.3.2020

Nachruf der Süddeutschen Zeitung

 

12 Comments

      1. wobei: der eigentliche knaller von sly & robbie ist die auf diese platte folgende „rhythm killer“ ist. da hörst du streicher und denkst „ah gesampled oder synthi“ – nur von wegen: genau die sind echt, während zb. das schlagzeug oft den sound von ginger baker hat (ich glaube mich zu erinnern, dmals eine besprechung von lippegaus gehört zu haben). großartig! und seit ewigen zeiten eine meiner top ten platten, mit allem, was damals aufzubieten war. aber „language barrier“ hat eben neben herbie hancock auch manu di bango, deshalb habe ich genau die gewählt.

  1. Hallo Hinterwald!
    Ja, an die Sendung von Karl Lippegaus in den 80gern erinnere ich mich auch noch. War eine „Speakeasy“-Folge, die er damals
    im 14 tägigem Wechsel mit eine „Petra Müller“ oder so machte………( Hat mich damals ziemlich geärgert, denn die Dame hatte nicht annähernd einen so guten Geschmack.)
    Der Cassettenmitschnitt lief bei mir im Auto monatelang bei langen Fahrten Mainz- Aachen.
    Ach ja, das Alter macht einen sentimental…. war nicht alles schlechter damals….:-)

    Sly und Robbie habe ich dann 2018 das erste mal live gesehen, mit Nils Peder Molvaer im Kulturbunker.
    Molvaer sphärisch-elegisch improvisierend über den Grooveteppich, den die beiden relativ stoisch für ihn webten.

    Pling-Plong
    1. > Nils Peder Molvaer im Kulturbunker

      ich habe hier ein konzert in der pipeline (2016-11-19 with Flight Of Jazz- Teatro Zancanaro, Sacile, Italy (FM)), das ich schon länger entweder auf „floppy bootstomp“ oder auf „voodoowagon“ posten will, aber immer zurückgestellt habe. die platte selbst ist der wahnsinn, wie ich finde, die zwei sind eine universell einzusetzende und eingesetzte allzweck-„waffe“, ich frage mich manchmal, wo die eigentlich noch nicht gespielt haben 😉

      ich muss das noch mal nachgucken, in welcher sendung ich dieses portrait von „rhythm killer“ gehört habe, WDR ist nicht so mein jagdgebiet, ich war eher auf den SWF/SWR bzw. den DLF fokussiert, als das noch über FM lief. auf lippegaus bin ich eigentlich erst ca 1991 über den soundcheck im dlf gestolpert und habe ihn sofort als bruder im geiste in sachen musikgeschmack entdeckt (hal wilner? kevin coyne? abonniert!).

      guck mal auf dieser archive.org seite, da sind dann die nächsten fast 30 jahre meines archivs versammelt.

  2. Hallo hinterwald!
    Danke für den Tipp! Deine archive.org Seite war mir in den letzten Wochen einr egelmäßiger Anlaufpunkt, ich habe (unter anderem)
    alles was Du von meinem Idol Karl hast schon gesaugt…:-) Ebenso alles über Moondog 🙂 Danke!!!
    Wenn Du die betreffende Sendung rausfindest, wäre das wirklich spannend. Muß ja 87 gewesen sein.

    Mit Lippegaus bin ich groß geworden, zu „Rock Cafe“ beim WDR habe ich in den 70ern Hausaufgaben gemacht.

    Pling-Plong
    1. ah, ich merk schon, wir beide schwingen ähnlich. moondog ist definitiv neben wolfgang neuss und michel de montaigne ein säulenheiliger meines blogs 😉 auf den bin ich gestoßen, als in rocksession 3 dieses tolle portrait war.

      die sly & robbie post habe ich schon mal vorbereitet (pw=fbsvw(, muss aber noch warten, im moment wird auf den beiden genannten blogs, floppy bootstomp und voodoo waggon, die so lieb waren, mich (hinterwald) als fan seit ner dekade einzuladen, täglich ne menge los. lass dch nicht von der erwachsenen-warnung abschrecken, es sind halt weibliche körperteile zu sehen – alte männer ….

      ein schneller blick in sachen sly & robbie sagt mir: es könnte auch ein rock etc von rainer blome gewesen sein, ich habe es noch nicht durchgehört, ist gerade eine menge zu tun/hören.

      ansonsten: freut mich, dich glücklich machenzu können mit der sammlung, dazu ist sie da. wenn man den jDownloader benutzt, reicht ja schon ein rechtsklick auf ein kapitel und schon sammelt er alle darunter liegenden beiträge ein.

      viel spaß weiterhin!

      1. Moondogs „Do Your Thing“ ist meine persönliche Hymne, die ich in Krisenzeiten gerne leise innerlich summe…
        Und Neuss, ja, herrlich, nicht nur weil er damals einzigartig den Finger in die bundesrepublikanische Wunde legte.
        Ansonsten sind (u.a.) meine Helden Nick Drake , wegen seiner ehrlichen Melancholie,
        Beefheart, weil er sich oft einen Sch…ß um die Erwartungen anderer geschert hat.
        Pierre Moerlen, für sein immenses inneres Feuer beim Trommeln,
        und Jackie Liebezeit, für seine Reduktion des Rhythmus auf den Kern des Wesentlichen.
        Und und und…., als Zuhörer von Karl Lippegaus hat man soviele tolle Musiker gehört…..

        Die weiblichen Körperteile bei Vodoo Wagon und FloopyBoot, gefallen übrigens durchaus, 🙂 ,
        bin halt auch ein alter Mann…. 🙂

        Pling-Plong

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