R.I.P. Ginger Baker Nachrufe …

Mit dem Tod des Schlagzeugers Ginger Baker verlässt eine buchstäbliche Naturgewalt die Bühne, schreibt Andrian Kreye in der SZ: „Es gab kaum einen Musiker, der zorniger und handgreiflicher werden konnte, als der 1,93 Meter große, rothaarige Engländer, der mit der Band Cream Musikgeschichte schrieb, weil sie der Welt mit ihren haushohen Verstärkertürmen und extremen Lautstärken den Weg zum Hardrock ebnete.

Was umso wuchtiger wirkte, weil Ginger Baker am Schlagzeug das Kunststück fertigbrachte, seine virtuose Jazztechnik mit seiner ungeheuren Aggressivität im Bluesrock des Trios zu bündeln.“ Wobei Bakers beste Zeiten in Nigeria bei Fela Kuti waren, meint Kreye. Ein Live-Album dokumentiert diese Zusammenarbeit:

Seine Zeit bei Cream steht „vor allem aber auch für eine Phase der Rockmusik, in der sich die Instrumentalisten mit Virtuosität und Spielfreude stets auch solistisch profilierten„, erklärt Ueli Bernays in der NZZ. „Nie zuvor hatten bluesbasierte Rockmusiker so hemmungslos miteinander improvisiert und die Grenzen ihrer Instrumente erforscht“, heißt es bei Peter Kemper in der FAZ. Als ziemlich eitlen, zuweilen auch rabiat aggressiven Künstler schildert ihn David Hugendick im Nachruf auf ZeitOnline. Weitere Nachrufe in Tagesspiegel und FR. Das Cream-Stück „Toad“ hat sich Baker selbst auf den Leib geschrieben:

© Text: Perlentaucher, Efeu, 7.10.2019

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