Die Musik von „Throbbing Gristle“ und „Psychic TV“ war eine entscheidender musikalischer Einfluss für mich. Industrial Music. Aus dieser Zeit besitze ich noch viele Platten. Genesis P-Orridge war ein Grenzgänger in jeder Hinsicht. Danke für die Musik! Der Text von Jens Balzer ist in jeder Hinsicht zu empfehlen !

Die Möglichkeiten des Menschseins

Der Musiker Genesis P-Orridge hat zeitlebens die Grenzen der Kunst, des Körpers, des Selbst getestet. Nun ist der Gründer von Throbbing Gristle und Psychic TV gestorben.
Existenzphilosoph, Krachkaiser, Sexguru: In der Popmusik der letzten Jahrzehnte hat es keine zweite Figur gegeben wie ihn. Wie kein anderer hat Genesis Breyer P-Orridge über fast 50 Jahre hinweg die Grenzen der musikalischen Erfahrung getestet; die Möglichkeiten des Klangs und der klanglichen Überwältigung seiner Hörer; die Grenzen des Selbst und des eigenen Körpers; und das Glück der Überschreitung von allem, was die überkommenen Traditionen der Kultur und der Zivilisation uns als selbstverständlich erscheinen lassen…

Nachruf Jens Balzer / ZeitOnline

„Der erste postmoderne Popstar“

Industrial Music, Transgender und Avantgarde – der Performancekünstler, Musiker und Schriftsteller Genesis P-Orridge starb am Samstag. She/he- war das Pronomen für P-Orridge, also er und sie in einem. Es ging darum, einen „Zustand der Pandrogynität“ zu erreichen, sagte Jens Balzer im Dlf.

Nachruf Rollingstone

Throbbing-Gristle-Gründer Genesis Breyer P-Orridge gestorben

Zum Tod des radikalen und zentralen britischen Performance- und Körperkünstlers, der mit seiner Band Throbbing Gristle die Industrial Music mitbegründete

Von Christian Schachinger

Nachruf DerStandard

5 Comments

  1. jens balzer steht auf meiner no-go list und taucht seit monaten nicht mehr auf meiner playlist auf. der gehört zu dieser generation junger dauerempörter moralisten, die sich jetzt anfängt daran abzuarbeiten, ob iggy pop und david bowie sich in den 70ern minderjährige geliebte geteilt haben.

    sorry, so funktioniert geschichte nun mal nicht und ich finde diese art einfach nur widerlich, sich auf kosten bekannterer namen als des eigenen das angebliche leid anderer „anzueignen“, um mal in den dummdreisten duktus dieser generation zu verfallen. wo das endet, erklärt eva menasse präzise in sachen woody allen.

        1. hey, ich will ja niemand davon abhalten, den artikel zu lesen. nur halt zum ausdruck bringen, daß _ich_, wenn ich meine tägliche liste zusammenstelle, entscheide, daß _mir_ die fünf minuten lebenszeit zu schade sind und ich dann lieber jemand anderen wähle. wenn ich seinen namen sehe, ignoriere ich den beitrag. vielleicht haben wir ja das glück, in fünf jahren noch mal drüber zu verhandeln, ob ich mit meiner einschätzung seiner person richtig oder falsch lag. 😉

          ein klaus walter oder ein karl lippegaus ist er jedenfalls nicht

          ach ja: Fire Music – Archie Shepp, die Poesie und der Sound der Freiheit matthiias brandt! yihaw!

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