Von „Twin Peaks“ über nie gedrehte Star-Wars-Filme und erschreckende Gemälde bis zur transzendentalen Meditation: David Lynch ist ein Universalkünstler. Nun wird der Regisseur des amerikanischen Albtraums 75 Jahre alt. Eine Hommage.

Zehn abendfüllende Spielfilme hat David Lynch seit 1977 gedreht. Sein bisher letzter, „Inland Empire“, kam im Jahr 2006 ins Kino, das ist nun schon 15 Jahre her. Für einen Filmemacher, der viermal für den Oscar nominiert war und ihn 2019 dann für sein Lebenswerk bekam, für den Träger zweier Goldener Palmen und eines Goldenen Löwen für das Lebenswerk, für eine Kinolegende wie David Lynch also ist das eigentlich nicht besonders viel Output.

Was hätte der Mann nicht noch alles machen können: „Star Wars – Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ wurde ihm von George Lucas angeboten, als die ersten beiden Star-Wars-Filme bereits Welterfolge waren. Lynch lehnte ab. Stattdessen drehte er einen anderen Science-Fiction-Film, die Romanadaption „Dune – Der Wüstenplanet“. „Dune“ kam bei der Kritik sehr schlecht weg, und auch Lynch selbst gefiel er nicht – eine Stunde musste er am Ende rausschneiden. Auch der „Twin Peaks“-Film und „Lost Highway“ waren, finanziell gesehen, Flops.

© Die Welt, Kultur, 20.1.2021

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