Die Playlist auf dem Handy verdrängt die gute, alte Musiksammlung im Regal. Christian Elster hat sich wissenschaftlich mit dem Horten von Musik beschäftigt und sieht darin kein Problem. Im Gegenteil: Er spricht von einer „neuen Blüte“ des Sammelns. Christian Elster im Gespräch mit Vivian Perkovic

Musik steht nicht mehr als Vinylplatte oder als CD im Regal, sondern existiert zunehmend nur noch als Playlist in einer Datenwolke. Durch die physische Auflösung einer Sammlung verändere sich das Sammeln zu einem Kuratieren von Musik, sagt der Kulturwissenschaftler Christian Elster.

Er unterscheidet verschiedene Sammler-Typen: Unter den klassischen Sammlern gebe es die „Experten“, die Musik einer bestimmten Epoche, eines Genres oder einer geografischen Region horten. Und dann gebe es diejenigen, die einfach nur die eigene Lieblingsmusik zusammentrügen – egal, ob im Regal oder in einer digitalen Playlist.

https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2021/01/06/streaming_zeitalter_der_musiksammler_ein_auslaufmodell_drk_20210106_1509_9817bd3e.mp3

© Deutschlandfunk Kultur, Tonart, 6.1.2021

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