Paul Celan wurde am 23. November 1920 in Czernowitz geboren. Am 20. April 1970 nahm er sich in Paris das Leben. Er hinterließ das bedeutendste Werk eines deutschsprachigen Dichters nach 1945. Seine Gedichte gelten als hermetisch und wurden vielfach interpretiert.

Andere, manchmal ganz unmittelbare Zugänge stehen Lesern offen, die selbst Dichter sind.

Das ist sehr sehr oft bei Celan, dass Realien, fassbare Realien, in der Genauigkeit ihrer Beschreibung ins Gedicht so wechseln, dass sie wie ein Rätsel erscheinen, was sie gar nicht sind.

Rainer René Mueller, deutscher Lyriker

Es gibt einen klaren Ursprung meiner Nähe zu Celan, zum ersten Mal von ihm gehört habe ich in meinem Studium, und mein Lehrer war Werner Hamacher, der wiederum ein Schüler war von Peter Szondi, eines der ersten Kommentatoren der Gedichte von Celan. Und seitdem lassen mich diese Gedichte nicht mehr los. Celan ist für mich ein Lebensautor.

Alexandru Bulucz, deutscher Lyriker rumänischer Herkunft

Norbert Hummelt hat mit Rainer René Mueller (1949), Peter Waterhouse (1956), Nancy Hünger (1981) und Alexandru Bulucz (1987) über ihre Erfahrungen beim Lesen der Gedichte Paul Celans gesprochen. Daraus entsteht ein hochkonzentriertes Gespräch.

Manuskript PDF

© SWR 2, Lesenswert Feature, 21.4.2020

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