Der Bandname geht zurück auf die Keimzelle der Gruppe. Pianist Ralph Towner und Bassist Glen Moore waren sich an der University of Oregon begegnet. Dort bildeten sie vorübergehend ein Duo. Towner hatte da bereits begonnen, auch akustische Gitarre zu lernen – auf dem Instrument gründete alsbald seine internationale Karriere.

Mit Arne Schumacher

Den späteren Bandkollegen waren die beiden in New York begegnet. Oregon nahm Anfang der siebziger Jahre konkrete Form an. Mit der Oboe von Paul McCandless sowie der Sitar und den Tablas von Collin Walcott ergab sich ein ganz eigener Sound, der viele Möglichkeiten eröffnete. Das Quartett funktionierte als Kollektiv. Das zeigte sich in den kompositorischen Beiträgen, aber auch in den frei improvisierten Stücken, die fester Teil jedes Programms waren. Allerdings überwog eine kammermusikalisch gefasste Jazz-Romantik. In schwelgerischen Melodiebögen, atmosphärischen Klangfacetten und lyrisch fließendem Spiel beschrieb die Band stille Momente und Naturerscheinungen wie Canyons, den Nordstern, die Sonnenwende oder „Distant Hills“. Damit wurden Oregon zu Vorboten der New Age-Welle, ohne selber jemals New Age gewesen zu sein.


© ARD Radiofestival, Jazz, 28.8.2017

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