Klingen sie wirklich besser? Oder sind sie nur Trägermedium für Nostalgie und Retromanie? Analoge Synthesizer scheinen Musikerinnen und Musiker heute mehr denn je zu faszinieren – gerade in einer Zeit, da die Digitaltechnik omnipräsent geworden und aus kaum einem Lebensbereich mehr wegzudenken ist.

Ob es tatsächlich der Sound, die spezielle Optik und Haptik oder doch nur die historische Patina ist, weshalb Künstler sich wieder mit Analogsynthesizern beschäftigen, ist nicht leicht zu beantworten. Klar ist aber, dass – während das Digitale die Analogtechnik im Alltag immer häufiger ersetzt – in der elektronischen Musik ein Backlash zu beobachten ist: Laptopmusiker wechseln wieder zu alten Geräten, die junge Generation hört Vinyl-Platten mit Musik, die an den Krautrock der 1970er Jahre erinnert, und auf dem Markt sind die analogen Synthesizer von Moog, EMS und Yamaha längst zu begehrten Vintage-Schätzen geworden.



Musik von und mit:
Concretism
Lange//Berweck//Lorenz
Thomas Lehn
Monopass
Enno Poppe
Richard Scott

Autorin: Leonie Reineke
Redaktion: Frank Hilberg

© WDR 3, Studio Elektronische Musik, 12.12.2020

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