Wird in der Musik eine Geige verlangt, klappt der Musiker den Koffer auf und los gehts. Steht „Elektronik“ in der Besetzung, beginnt das Rätselraten. Was wird gebraucht: ein Verstärker, ein Tonband, ein Laptop mit Software oder ein Synthesizer?

Mit Sebastian Berweck und Martina Seeber

Und wenn ja, dann welcher? Viele legendäre Geräte verrotten längst auf dem Schrottplatz oder verstauben funktionsuntüchtig im Museum. Analoge Tonbänder sind entweder verschollen oder ausgeleiert, und selbst bei Werken, die vor gerade einmal zwei Jahren uraufgeführt wurden, ist manchmal die Software vom Markt verschwunden. Kompositionen aus der Renaissance sind bis heute spielbar. Die elektronische Musik hingegen vernichtet sich selbst.

 

© WDR 3, Studio Elektronische Musik, 7.4.2018

Enno Poppe
Arbeit für virtuelle Hammondorgel

Kaija Saariaho
NoaNoa für Flöte und Elektronik

Bernard Parmegiani
Exercisme I für Tonband und 3 Synthesizer

Kirsten Reese
Light Green Rituals für Fairlight CMI und Ensemble

Giacinto Scelsi
Aitsi für verstärktes Klavier

Luigi Nono
… sofferte onde serene … für Klavier und Tonband

Karlheinz Stockhausen
Oktophonie, elektronische Musik

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