An diesem Samstag wäre er neunzig Jahre alt geworden.
Als Pierre Henry am 5. Juli 2017 in seiner Geburtsstadt Paris starb, wurde er von den Medien eilfertig mit Titeln wie „Großvater des Techno“ oder „Schamane am Mischpult“ bedacht.

Mit Angela Bischoffstrate

Verlegenheitsfloskeln, die auch schon im Zusammenhang mit Karlheinz Stockhausen zu hören waren. Einige hielten ihn für dessen Pariser Antipoden, andere für den französischen John Cage oder reduzierten ihn auf den Juniorpartner des Geräuschmusikpioniers Pierre Schaeffer. War er nun Hörspielmacher oder Samplekünstler? Es hilft nichts: Wer sich über die vielen Rollen, die Pierre Henry in der Musik und Mediengeschichte gespielt hat klar werden möchte, sollte sich auf dessen Werk hörend einlassen. Dazu ist bei WDR 3 Open Sounds heute Gelegenheit. Angela Bischoffstrate präsentiert die 1996 für den WDR entstandene Komposition Antagonismen, die Henry selbst als „profanes Reqiuem“ bezeichnete, und sein 2009 für Radio France realisiertes Remix-Projekt „Symphony Collector“.

Antagonismen
Von Pierre Henry
Komposition und Realisation: Pierre Henry
Aufnahme des WDR 1996

Symphony Collector
Von Pierre Henry
Komposition und Realisation: Pierre Henry
Aufnahme Radio France/GRM 2009

© WDR 3, Open Sounds, 9.11.2017

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