Raga ist sein Lieblingsthema. Saxofonist Oded Tzur vergleicht Indiens Beitrag zum Weltkulturerbe in seinem grenzenlosen Kombinationsreichtum mit dem Schachspiel. Er glaubt, dass es unterschwellige Verbindungen zwischen Musikkulturen gibt, „die eigentlich so gut wie nichts voneinander wussten“. 

Diesen Gemeinsamkeiten nachzuspüren ist seine Mission. Kunst müsse universal von den Erfahrungen eines Menschen in der Welt sprechen, findet Oded Tzur. Der gebürtige Israeli besitzt einen einzigartigen Sound: Schleiftöne, Mikrotöne und lange ausgehaltene Klänge sind typische Merkmale seines Spiels. Ein wichtiger Lehrer war ihm der weltbekannte indische Flötist Hariprasad Chaurasia. Über Jahre entwickelte der heute in New York lebende Jazzmusiker eine Technik, die es ihm erlaubte, klassische indische Musik auf dem Saxofon zu spielen. Heute überführt er diese Erfahrung in seine eigene Musik. Anfangs war es eine einsame Tätigkeit für Oded Tzur. Inzwischen jedoch hat sich die Kunde von seinem erstaunlichen Quartett wie ein Lauffeuer verbreitet. Mit der aktuellen CD „Here Be Dragons“ dürfte Tzur der internationale Durchbruch gelingen.

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© Deutschlandfunk, Jazzfacts, 30.4.2020

 

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