Sie ist noch nicht verstummt, die Musik. In der Corona-Krise lancieren Musiker und Veranstalter neue Online-Projekte. Unter den schwierigen Bedingungen von Social Distancing braucht es dazu viel guten Willen.
Von Adrian Schräder

Öffentliche Veranstaltungen sind verboten. Die Konzertlokale sind geschlossen, Klubs und Bars ebenfalls. Doch Musik erklingt weiterhin. «Die Welt steht nicht einfach still. Vor allem nicht die artistische», schrieb der Zürcher Pianist und Produzent Ephrem Lüchinger am letzten Samstag in einem Facebook-Post – und lancierte gleich sein eigenes Klaviertagebuch.

Seither lädt er jeden Tag ein gut zweiminütiges Video hoch, in dem er am Klavier Eigenkompositionen vorträgt. Nichts Komplexes, nichts Verstiegenes – kurze, stimmige Stücke, die einen für Momente von Angst und Bangen befreien. Er habe sich spontan dazu entschieden, meint Lüchinger. «Das ist besser als rumsitzen.» Seine Tagebücher sind First Take aufgenommen, «wie im Konzert», und finden breiten Zuspruch….
© NZZ, Feuilleton, 21.3.2020

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