Der Musiker Wogram ist international anerkannt und spielt regelmäßig mit seinem Nostalgia-Trio. Das Ensemble folgt keinen stilistischen Vorgaben, sondern geht seinen ganz eigenen musikalischen Weg.

Nils Wogram glaubt an die besonderen Qualitäten einer festen Formation. Und so ist das Nostalgia-Trio eine von mehreren „working bands“, die er betreibt – allen Tendenzen zum kurzlebigen Projekt im Jazz zum Trotze. Seit rund anderthalb Jahrzehnten kehrt der international angesehene Posaunist regelmäßig zu dieser Trio-Besetzung zurück. Die Gruppe hat schon diverse Tourneen bestritten und mehrere Alben produziert.

Reverenz an die Bebop- und Hardbop-Tradition

Anfangs war Nostalgia als Reverenz an die Bebop- und Hardbop-Traditionen gedacht. Trios mit Hammondorgel und Schlagzeug erfreuten sich speziell in den 1960er-Jahren großer Beliebtheit, speziell im Club-Kontext. Die Kombination mit Posaune ist allerdings ungewöhnlich – bis heute. Doch das Ungwöhnliche ist typisch für Wogram. Schließlich geht der Deutsche aus der Schweiz in jeder Hinsicht seinen eigenen Weg jenseits der Jazzkonventionen. Das gilt auch für seine anderen beständigen Gruppen: das Quartett Root 70 oder sein Vertigo Trombone Quartet.

Anstelle von Ur-Mitglied Florian Ross trat vor einiger Zeit der holländische Hammond-Spezialist Arno Krijger. Schlagzeug spielt Dejan Terzic. Beim Konzert im Sendesaal griff der Bandleader auch mal zur Melodica – ein attraktiver Kontrast zum vollen Posaunen-Ton.

Ausschnitt aus dem Konzert mit Bojan Z

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© Bremen 2, Sounds in Concert, 11.1.2020

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