Olivia Louvel beschäftigt sich in dieser Produktion hauptsächlich mit dem Werk der britischen Bildhauerin Barbara Hepworth. Die vielen Texte von Barbara Hepworth sind die Ausgangsbasis für die einzelnen Stücke. Sowie auch die Stimme von Barbara Hepworth im O-Ton. Welches im ersten Stück sehr faszinierend ver – und bearbeitet wird. So wie Olivia dieses Ton Material in einen eigenen Rhythmus bringt macht den ganz eigenen Reiz dieser Musik aus. In den weiteren Stücken ist allein die Stimme von Olivia das Material welches mit Fieldrecordings von u.a. Arbeiten Stein und Holz zusammen verarbeitet wird. Wobei jedes Stück eine eigene rythmische Struktur besitzt. Es sind faszinierende Klanggemälde entstanden die auch Akustisch eine Herausforderung darstellen.

OLIVIA LOUVEL – SculptOr [Hepworth Resounds] // CD/DL Cat Werk Imprint CW14

THOMAS KÖNER – Motus // 2LP/CD/DL Mille Plateaux MP6

Dunkle, tiefe Bässe pulsieren im Hintergund, während im Vordergrund allerlei Störgeräusche sich breit machen. Das Klingt alles nach einen Science Fiction Club, wo sich die Körper nur minimal zur Musik bewegen. Zum Schluß wird es etwas heller. Aber auch das nur minimal. Musik für dunkle Räume und für große Lautstärken, wo Stroboskop Lichter grell wie Blitze flackern ….

I dream of a dance floor where Motus would be enjoyed. In what kind of world, or rather, what kind of society would allow that? And when? Is this futuristic? A situation-to-come, where the understanding of music expands greatly, when blissful moments are independent of simple melodies, where harmony appears beyond I-V-vi-IV chord progressions,
when the techniques of social alienation, which determine the use of all the drugs that accompany recreational music, are reversed into creative tools of exploration.
Motus is part of this exploration: to find dance, free of clock, and groove, free of rhythm.
Binding both together, connecting sky and earth, is the dancer.
The moves / the movement is pure. It is the kiss of spirit and matter.
— Thomas Köner

JOHN CHANTLER & JOHANNES LUND: Andersabo // LP/CD/DL Johs & John 1

Eine sehr lange Freundschaft verbindet John Chantler am Synthesizer und Pump Organ ( ich würde hier auf ein Harmonium tippen) und Johannes Lund am Bass Saxophone. Mit „Andersabo“ gibt es ein weiteres Zeugnis Ihrer Zusammenarbeit.
Das ist erste Stück gleicht einer Explosion, in immer weiteren Schichten legt John Chantler einen Klangteppich auf denen, scheinbar endlos, Johannes bläst wie Peter Brötzmann, nur auf seinen Basssaxofon, was eine ungleich schwere Herausforderung ist. Die beiden anderen Stücke sind wesentlich ruhiger. Die langanhaltenden Saxofonlinien haben einen Meditativen Charakter, was durch die spärischen Synthiklänge noch verstärkt wird. Hier spielen auch allerlei Fieldrecordings eine nicht unwesentliche Rolle, sie geben den Charakter der Stücke vor. Der Sound auf dem Land, ein Gras Feld, die Insekten darin, was darin gipfelt das ein Traktor durch die Aufnahme fährt und natürlich klanglich sehr beeindruckend ist. Überhaupt ist klangliche Qualität sehr gut!

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