„man lässt Dinge fallen und beobachtet sie“ – eine schöne Aufforderung, nicht allein für die Spielerinnen und Spieler dieser im Untertitel benannten „Herbstmusik“ von Kunsu Shim. Es ist auch ein (Lebens-)Tipp an uns, sein Publikum. Von Stefan Fricke

Die Stille, die uns umgebenden Klänge im Alltag, die Geräusche der Natur – sie hörbar zu machen, sie bewusster zu spüren und so auch die Räume, in denen sie stattfinden, deutlicher wahrzunehmen, das sind Kennzeichen der Musik von Kunsu Shim. Seit 1985 lebt der 1958 in der südkoreanischen Hafenstadt Busan geborene Komponist, Performer und seit einiger Zeit auch Fotograf in der Bundesrepublik, heute am (Nieder-)Rhein. Hier entstehen seine Kunstkonzepte der Unmittelbarkeit und Unvorhersehbarkeit, Werke von Offenheit und Weite.

In Flac

© HR 2, Neue Musik, 9.7.2020

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