Der große Afro-Jazz-Pionier Manu Dibango ist dem Coronavirus erlegen. „Er fusionierte James Brown mit den Tanzrhythmen seiner afrikanischen Heimat, brachte er seine große Liebe, den Jazz, mit afroamerikanischem Twist und kongolesischem Rumba zusammen“, schreibt Jonathan Fischer in der SZ

Er verfolgt „die Vision eines Afro-Jazz, der keine nationalen oder Genre-Grenzen mehr kennt: ‚Wir sind eine neue Rasse‚, sagte Dibango, der mit glänzender Glatze und Sonnenbrille stets wie eine Mischung aus Cool Dude und Dorfältestem rüberkam. ‚Afrikanische Musiker behalten zwar immer noch ihre Wurzeln, aber sie sind nun überall auf der Welt daheim. Überall und nirgendwo‘.“

Zu seinen großen Klassikern zählten „Super Kumba“ (siehe oben) und „Soul Makossa“ (siehe unten), an denen Ljubisa Tosic vom Standard Dibangos Stil verdeutlicht: „Die dampfenden Kompositionen , auf epische Länge getrimmt, verfügen über einen munteren Groove, über den Dibango ein markantes Riff legte und dieses auch sprechgesanglich und in einem Call- and-response-Spiel mit dem Chor zelebrierte. In der Bringe dann ein kleiner Monolog, der diese tanzbare Weltmusik charmant auflud und zum Welthit formte.“© Text: Efeu/Perlentaucher

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