Primary Waves Music hat nun um 30 Millionen Dollar 6.000 Songs von Sun Records erstanden. Skeptiker sehen eine Blase wachsen. Von Karl Fluch

In den USA vergleicht man die aktuellen Einkaufstouren von Musikverlagen bereits mit dem Goldrausch im 19. Jahrhundert. Der hat einige wenige reich gemacht, die meisten blieben ernüchtert zurück. Wie berichtet, hat Ende letzten Jahres Universal Music die Verlagsrechte von über 600 Bob-Dylan-Songs um kolportierte 300 Millionen Dollar erworben. Kurz darauf erwarb der ehemalige Musikermanager Merck Mercuriadis für den von ihm mitbegründeten Hipgnosis Songs Fund die Hälfte von Neil Youngs Katalog.

Hipgnosis gilt als offensivster Einkäufer. Ausgestattet mit einem momentanen Wert von über 1,2 Milliarden Dollar, kaufte er Kataloge von Acts wie Blondie oder Rick James. Über 57.000 Songtitel gehören Hipgnosis bereits. Gespeist wird der 2018 gegründete Fonds von der Annahme Mercuriadis‘, dass die Klassiker der Popmusik immer Geld einbringen werden: Oldies but Goldies.

© Der Standard, Kultur, Musik, 17.2.2021

Danke, das Du meinen Beitrag kommentieren möchtest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.