MUSIKFABRIK IM WDR: „IN THE FRAME“ Mit Musik von Gavin Bryars, Harrison Birtwistle, Anthony Braxton und Richard Barrett

Nicht die drei großen B – Bach, Beethoven, Brahms –, sondern vier zeitgenössische angelsächsische B hat sich das Kölner Ensemble Musikfabrik vorgenommen: Bryars, Birtwistle, Braxton und Barrett.

„Radio ist ein wunderbares Medium, aus diversen Gründen: Es stimuliert die Vorstellungskraft. Der Zuhörer kann zwischen beiläufiger und intensiver Aufmerksamkeit hin- und herswitchen. Es bewegt sich unaufhaltsam durch die Zeit etc.“ Überlegungen über das Radio standen am Anfang der Kompositionen „A Man in a Room, Gambling“ von Gavin Bryars. Die Stücke liefen vor den letzten Nachrichten in der BBC: eine akustische Auseinandersetzung mit einem Mann, der Karten spielt. Harrison Birtwistle untersucht, wie ein Ensemble den Rahmen für Duos herstellen kann. Der Brite Richard Barrett hat sich erst ganz und gar der Musik gewidmet, nachdem er sein Studium der Genetik und Mikrobiologie erfolgreich abgeschlossen hatte. Insofern ist der Titel seines Werkes alles andere als leichtgewichtig: natural causes.

Gavin Bryars
„A Man in a Room, Gambling 1“ (1992)
für Sprecher und Quartett

Harrison Birtwistle
„Five Lessons in a Frame“ (2015)
für 13 Spieler Deutsche, Erstaufführung

Anthony Braxton
aus: „Ghost Trance Music“
„Composition No. 169“ (1992)
„Composition No. 199“ (1997)

Richard Barrett
„Natural Causes“ (2016/17)
Uraufführung

Gavin Bryars
„A Man in a Room, Gambling 2“ (1992)
für Sprecher und Quartett

Massimo Furlan, Sprecher
Taylor Ho Bynum, Special Guest
Ensemble Musikfabrik
Leitung: Enno Poppe

Aufnahme vom 20. Mai 2017 aus dem WDR Funkhaus Wallrafplatz, Köln

Moderation: Claudia Belemann

© WDR 3, Konzert, 20.6.2017

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