Beim Berliner Diskurs-Festival „Right the Right“ im Haus der Kulturen der Welt ging es in Panels, Vorträgen und Konzerten um das Thema Urheberrecht. Wie wäre es, das Pferd von hinten aufzuzäumen? Umgekehrt heißt „Every Breath you take“ dann „Ekat uoy htaerb yreve“ und klingt gleich viel kryptischer.

Von Julian Weber

Dazu später mehr. Jedenfalls stellte das viertägige Festival „Right the Right“ im Berliner Haus der Kulturen der Welt die Frage der Reversion, alles sollte umgekrempelt werden, wenn es dabei hilft, die Debatte um Copyrights voranzubringen.

In Vorträgen, Panels und Konzerten wurden Gegner:Innen und Befürworter:Innen von Urheberrecht und Gemeinwohl zusammengebracht. Copyright ist im Zeitalter der Digitalisierung ein hot topic. Einerseits, weil nur noch wenige Musikschaffende von ihren Tantiemen, also der Rechteverwertung ihrer Werke, leben können. Andererseits, weil Internationales Recht durch mehrdeutige Auslegungen und willkürliche Absprachen an seine Grenzen stößt. Und drittens, weil es im Datenkapitalismus vor allem um Content geht und die Abschöpfung von Nutzer:Innen-Daten und die Frage nach der musikalischen Qualität nachranging ist. Im erbitterten Machtkampf zwischen Musikindustrie und Internetkonzernen haben Künstler:Innen nichts zu melden.

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© TAZ, Kultur, 24.11.2019

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