Ein Feature von Walter Bachauer, jenen Radio Menschen dem ich so vieles an neuer Musik verdanke. Dessen Sendungen auf RIAS wie „Musicarium“ oder „Rock over Rias“ für mich essentiell waren. Das Kronos Quartet, John Cage, Philip Glass, Laurie Anderson, Meredith Monk u.v.a. würde ich ohne Ihn nicht gehört haben. ©radiohoerer

Anfang der 70er-Jahre arbeitete Morton Feldman ein Jahr als Stipendiat des Künstlerprogramms des DAAD in Berlin. Das war Anlass für den damaligen RIAS-Redakteur Walter Bachauer, den amerikanischen Komponisten zu porträtieren.

Diese Produktion aus dem Jahr 1973 ist in doppelter Weise dokumentarisch: Einerseits wird Morton Feldman hier in Originaltönen präsentiert, was einen Einblick in das Denken und das ästhetische Umfeld des amerikanischen Komponisten gewährt. Andererseits zeigt die Sendung auch, wie der amerikanische Komponist 1973 wahrgenommen wurde.

In diesem für den damaligen Schulfunk produzierten Radioportrait gelang es Walter Bachauer, eine Perspektive einzunehmen, die neben der Entfaltung der relevanten ästhetischen Kategorien auch eine umfassende Würdigung Morton Feldmans und der New Yorker Avantgarde ermöglichte.

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Morton Feldman
„pianos and voices II“ (1972)
Doris Hays, Marianne Schroeder, Ursula Oppens, Frederic Rzewski, Herbert Henck, Klaviere

Pro musica nova
Aufzeichnung vom 12.5.1984 im Sendesaal von Radio Bremen

© Deutschlandfunk Kultur, Neue Musik, 21.1.2020

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