„Musik als existenzielle Erfahrung“ Die Geigerin Patricia Kopatchinskaja mischt mit ihrer kompromisslosen künstlerischen Haltung den Klassikbetrieb auf.

«Identität» lautet im Spätsommer 2017 das Saisonmotto beim führenden Musikfestival der Schweiz in Luzern. Das Leitungsteam um den Intendanten Michael Haefliger belässt es freilich nicht bei dem schönen Etikett. Mit der Geigerin Patricia Kopatchinskaja lädt das Festival eine der profiliertesten, aber auch umstrittensten Künstlerinnen der jüngeren Generation ein: Sie darf dem Programm als «artiste étoile» ihren Stempel aufdrücken. Und Patricia Kopatchinskaja enttäuscht die Erwartungen nicht.

 

„Die Werke der älteren und alten Musik sind wie Tempelruinen, man kann sie besuchen und bewundern, aber sie haben nur noch wenig Relevanz für die heutige Zeit. Die Situation im heutigen Musikbetrieb ist pervers. Die Proportionen stimmen nicht, das Zeitgenössische müsste im Vordergrund stehen.“

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© NZZ, Feuilleton, 29.12.2017

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