The Night of the Hunter – Die Nacht des Jägers – war die einzige Regiearbeit von Charles Laughton und blieb ohne großen kommerziellen Erfolg im amerikanischen Kino der fünfziger Jahre.

Robert Mitchum als falscher Prediger Harry Powell umgarnt und verführt eine verschlafene kleine Gemeinde und vor allem die junge Witwe Willa (Shelly Winters), um an die Beute ihres hingerichteten Mannes zu kommen.

Das Grauen dieses Film noir, eines Märchens für Erwachsene im Stile des American Gothic, kommt auf leisen Sohlen daher. „The Night of the Huntergewann allmählich Kultstatus unter Cineasten. Zwei von ihnen, Volker Pantenburg und Michael Baute, verteilten die 93 Minuten des Films an ebenso viele Autoren – an Filmemacher, Schauspieler, Filmwissenschaftler und Kritiker, an Lyriker und Dramatiker – mit der Bitte, diese eine Minute nachzuerzählen, sie zu analysieren oder zu interpretieren. Unter ihnen waren Harun Farocki, Hanns Zischler, Julia Hummer und Martin Heckmanns.

Herausgekommen ist ein Buch, das die Kritik das schönste Filmbuch des Jahres 2006 nannte, und ein Hörspiel, das den Filmton miteinbezieht sowie die amerikanische Originalversion des Hörspiels – ebenfalls von Charles Laughton.

Mit Bettina Engelhardt, Uta Hallant, Felix von Manteuffel, Hans-Michael Rehberg u. v. a.

Regie: Oliver Sturm

hr/DLF 2008

Volker Pantenburg und Michael Baute leben als Autoren, Herausgeber und Filmwissenschaftler in Berlin.

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