Der internationale Durchbruch des Esbjörn Svensson Trios. Es war das vierte Album der Band und das erste, das außerhalb Skandinaviens veröffentlicht wurde. „From Gagarin’s Point of View“ bedeutete den Durchbruch von e.s.t., dem Trio des schwedischen Pianisten Esbjörn Svensson.

Mit Astrid Schwarz

Das in der Folge zu Festivals wie JazzBaltica und Montreux eingeladen wurde und bald danach in den USA und Japan zu Gast war. 2005 war e.s.t als erste europäische Formation auf der Titelseite des renommierten, immerhin 71 Jahre zuvor gegründeten US-Magazins „Down Beat“ zu sehen.

Mit Anleihen bei Pop und Rock sowie der Musik Johann Sebastian Bachs brachte e.s.t. die Weiten des Jazz einer ganz neuen Hörerschaft näher und avancierte bis zu Esbjörn Svenssons tragischem Unfalltod 2008 zu einer der erfolgreichsten Formationen des Jazz. „Gagarin’s Point of View“ spannte einen Bogen von atmosphärischen Balladen zu rockigen Ausbrüchen, wenn der um Soundeffekte erweiterte Kontrabass Dan Berglunds zur Lead-Gitarre mutierte, während Schlagzeuger Magnus Öström für treibende Energie sorgte.

Die Musik durfte fließen, was auch zum Titel passt, wie die Band schrieb: „Gagarin war ja der erste, der jemals die Erde vom Weltraum aus sehen konnte. Von da oben in der Einsamkeit hatte er den Überblick über all das, was unten passierte. Uns gefiel diese Vorstellung als Titel und Idee des ganzen Albums“.

© Ö1, Kunstsonntag: Milestones, 28.6.2020

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