Gerade mal sechs Jahre blieben Jaco Pastorius (1951-1987), um sein phänomenales Können als E-Bassist zu zeigen. Mit Weather Report wurde er weltbekannt und sein erstes Soloalbum signalisierte einen Senkrechtstart. Der neue, singende Sound aus Jacos ‚fretless bass‘ – einer Bassgitarre ohne Bünde – animierte unzählige Bassspieler zur Nachahmung.

Mit Karl Lippegaus

Bevor eine lange nicht diagnostizierte „bipolare Störung“ den jungen Künstler aus seiner Bahn warf, nach seinem dramatischen Ausscheiden bei Weather Report, feierte Jaco Pastorius noch einmal Triumphe mit einer über 20-köpfigen Big Band. Für ein jetzt erschienenes Konzert 1982 beim New Yorker Kool Jazz Festival trommelte der Exzentriker am E-Bass einige der besten Jazzmusiker der Stadt zusammen: die hochkarätig besetzte Word of Mouth Big Band. Sie bot ein fulminantes Konzert des kurzlebigen, mit Randy Brecker, Peter Erskine, Bob Mintzer, Don Alias, Jean „Toots“ Thielemans u.v.a. hochkarätig besetzten Orchesters. Pastorius ließ dabei alle Phasen seiner Karriere aufleuchten, von R’n’B-Bands bis zu Weather Report und seinen sechs stürmischen Jahren im Rampenlicht.

© Deutschlandfunk, Milesstones, 18.8.2017

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