Das alljährliche Festival der Musikerinitiative Bremen (MIB) ist ein Füllhorn aktueller und zeitloser Jazz-Stilistiken. Beim diesjährigen Festival traten die Insomnia Brass Band und Wassermann – Speicher – Wörmann in der Bremer Schwankhalle auf.

Das Festival der Musikerinitiative Bremen (MIB) ist schon lange eine Institution des Bremer Konzertgeschehens. Dabei stellt die Organisation dieser Tage jedes Mal eine besondere Herausforderung dar. Schließlich funktioniert Deutschlands älteste Jazz-Musikerinitiative nur dank ehrenamtlicher Arbeit. Was finanzielle Mittel angeht, ist sie in solchen Fällen trotz öffentlicher Förderung auf zusätzliche Unterstützung durch Sponsoren angewiesen. Umso erstaunlicher, welch ambitioniertes Programm die MIB alljährlich auf die Beine stellt.

Klangforschende Improvisationen

Im Aufgebot dieses Festival-Jahrgangs fiel Eines besonders auf: Der Großteil der Formationen beziehungsweise Akteure kam von außerhalb. Ein überraschend konsequentes Vorgehen, drängen sich mal ausnahmsweise keine weiteren Acts mit Stallgeruch auf.

Eine Konstante der Aktivitäten unter dem Dach der MIB ist seit Jahrzehnten der Gitarrist und Sound-Abenteurer Hainer Wörmann. Er traf sich dieses Mal zu klangforschenden Improvisationen mit der Vokalistin Ute Wassermann aus Hamburg und dem Klarinettisten und Saxophonisten Martin Speicher aus Kassel. Beschlossen wurde das Festival von der Insomnia Brass Band aus Berlin. Mit Posaune, Baritonsax und Schlagzeug bringen Anke Lucks, Almut Schlichting und Christian Marien ihre Stücke auch mal auf Funk-Kurs, bleiben darin aber stets offensiv-kantig.

Insomnia Brass Band:

Wassermann – Speicher – Wörmann Trio:

Konzertmitschnitte vom 28. und 29. Februar 2020, Schwankhalle, Bremen

Playlist PDF

© Bremen 2, Sounds In Concert, 13.6.2020

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