Schlimmer als der Untergang der Welt ist eine Welt, in der es keinen Fortschritt mehr gibt. Fortschritt war für die Menschen immer schon eine zweischneidige Angelegenheit.

Von Markus Metz und Georg Seeßlen

Fortschritt bedeutete Verbesserungen, Verschönerungen, Erleichterungen, sogar Erlösungen, aber zugleich war Fortschritt auch eine Drohung. Wie leicht ist es doch, vom Fortschritt abgehängt zu werden, mit dem Fortschritt nicht Schritt halten zu können. Im Fortschritt ist es immer nur ein kleiner Schritt vom großen Versprechen zur großen Kränkung. Wie ist diese Fortschrittsidee entstanden? Und wie konnte es geschehen, dass sich dieser ideologische Begriff immer mehr vom philosophischen Begriff des Werdens entfernte, bis er schließlich in unserer Gegenwart das exakte Gegenteil meint: Das Werden der Menschen und der Menschlichkeit behindert den Fortschritt.

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© Deutschlandfunk, Essay und Diskurs, 4.2.2018

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