Klassik, Neue Musik, Schlager, Pop, Folklore, Beat und Bossa Nova – kaum ein Stil, den Ennio Morricone nicht grandios adaptiert hätte. Der im Juli verstorbene Komponist schrieb Hunderte Filmmusiken und blieb bis zuletzt offen für Neues in der Musik.

Von Olaf Karnik und Volker Zander

Filmmusik hat die Aufgabe, das auszudrücken, was durch die Bilder nicht vermittelt wird, und einer der bekanntesten Komponisten der Filmmusik ist Ennio Morricone, geboren 1928 und verstorben am 6. Juli 2020. Er komponierte ca. 500 Musiken für Spielfilme aller Art, Fernsehserien und Dokumentationen, schrieb erfolgreiche Schlager und Popsongs. Er verband Klassik und Neue Musik, Schlager und Pop, Folklore, Jazz, Folk, Beat und Bossa Nova, elektronische Musik und freie Improvisation, Zwölftonmusik, Rock und World Music – es gibt kaum ein Genre, das Morricone nicht beherrschte. Er arbeitete mit Filmregisseuren wie Sergio Leone, Pier Paolo Pasolini, Bernardo Bertolucci, Dario Argento, Quentin Tarantino, Giuseppe Tornatore oder Brian De Palma zusammen. Vom Italo-Western über den Giallo-Thriller, das Gesellschaftsdrama bis zur Erotik-Komödie definierte er die musikalische Sprache diverser Filmgattungen.

http://xb4160.xb4.serverdomain.org/Musik/Lange-Nacht-Morricone.mp3

© Deutschlandfunk, Lange Nacht, 28.8.2020

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