„Mari Boine“ Aus dem domicil, Dortmund

Vom Joik zu Pop: mit ihrem aktuellen Repertoire vollbringt die norwegische Sängerin Mari Boine eine radikale Kehrtwendung. Für Extremes war die berühmteste Stimmer der norwegischen Ureinwohner schon immer zu haben!

Die Sängerin Mari Boine stammt aus dem norwegischen Teil von Samiland bzw. Lappland. Als Teil der skandinavischen Urbevölkerung  werden die Samen gerne auch die „Indianer des Nordens“ genannt. Zu ihrer Kultur gehören neben einer eigenen Sprache die Naturreligion des Schamanismus und die gutturalen Joik-Gesänge. Mari Boine ist eine der vehementesten Verfechterinnen der samischen Kultur und verfolgte immer schon den radikalen Ansatz, moderne Populärmusik mit christlichen Hymnen, indischen Geigen und samischen Joiks zu kreuzen. Ihr erstes samisches Lied intonierte sie zur Melodie des „Working Class Hero“ John Lennons. Jetzt, mit 60 Jahren, unternahm Mari Boine einen Richtungswechsel und nahm ihr aktuelles Album „See the woman“ in englischer Sprache und mit der Popästhetik der 80er Jahre auf. Der Albumtitel ist programmatisch angelegt: wie steht es um die Frau in der heutigen Gesellschaft? Die Texte sind eine Zusammenstellung aus Gedichten, Liedern und Prosatexten  von Künstlern aus Australien, Neuseeland, Deutschland, Südafrika und den USA.

 

Mari Boine
Mari Boine, Gesang, Perkussion
Georg Buljo, Gitarre
Kjetil Dalland, Bass
Benjamin Moerk, Kontrabass
Aleksander Kostopoulos, Schlagzeug

Aufnahme vom 6. April 2017 aus dem domicil, Dortmund

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