Mahalia Jackson, die “Queen of Gospel”

Im Mississippi River wurde sie als Zwölfjährige getauft. „Eine Stimme wie diese gibt es nicht in einem Jahrhundert, sondern in einem Jahrtausend nur ein Mal.“, fand Dr. Martin Luther King, mit dem sie eine enge Freundschaft verband.

Mit Karl Lippegaus

Ihre ersten Platten von 1927 fanden zunächst kaum Beachtung. Zehn Jahre begleitete sie der Vater der Gospelmusik, Thomas A. Dorsey, an Gitarre und Klavier. 1946-17 erschienen ihre Aufnahmen für das Apollo-Label und erzielten millionenfache Auflage; es war der Auftakt für rund dreißig Alben bei Columbia Records. Mit In The Upper Room durchbrach sie afroamerikanische Kirchengesangs-Regeln. Mahalia Jackson trat in Sportstadien auf und machte sich als resolute Bürgerrechtsaktivistin einen Namen. Die Diva des Gospel wurde eine amerikanische Institution. Duke Ellington engagierte sie für die SuiteBlack, Brown & Beige. Triumphale Auftritte in der Carnegie Hall und fünf Europa-Tourneen, Mahalia sang zur Amtseinführung John F. Kennedys und Millionen hörten ihr bei der Trauerfeier für den ermordeten Martin Luther Kingzu. „Ich singe Gottes Musik, weil ich mich darin frei fühle.“ Oder „Ich singe, weil ich glücklich bin.“ In schlichten Sätzen gab sie dem Unbeschreiblichen ihre Erklärung.


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© WDR 3, Jazz & World, 16.10.2018

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