Die Documenta 14 von 2017, die in Athen am 16. Juli endet, steht u. a. im Zeichen performativer Kunst. Bereits 1987 wurde die Schnittstelle von bildender und akustischer Kunst sowie Theaterperformance auf der Documenta 8 in Kassel wegweisend umgesetzt durch ein Projekt des Bühnenbildners Erich Wonder, des Komponisten Heiner Goebbels und des Dramatikers Heiner Müller.

Über eine Postproduktion realisierte Goebbels anschließend den Transfer der Performance in ein eigenständiges Hörstück.

Müllers Text verdichtet Motive aus Edgar Allen Poes Roman „Arthur Gordon Pym“. Verhandelt werden die letzten Eindrücke eines Menschen, der der Anziehungskraft des Südpols als Naturereignis sowie als Metapher für die katastrophale Menschheitsgeschichte erliegt. Über eine Struktur aus sieben Tracks entwickeln Stimme, Musik und Geräusch eine damit korrespondierende Sogwirkung.

Mit: David Bennent, Peter Brötzmann u. a.
Musik und Realisation: Heiner Goebbels
(Produktion: Autorenproduktion/ECM 1987/91)

© SWR 2, Hörspiel Studio, 6.7.2017

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