„Spannend, sprachgewaltig und immer noch verstörend“ (Paul Ingendaay), lotet Faulkners 1932 vollendeter, sechster Roman die Ideologie der Rassenfrage aus.

 

Lena Grove, schwanger und ledig, macht sich von Alabama aus auf die Suche nach dem Vater ihres ungeborenen Kindes, Lucas Burch, und trifft schließlich in Jefferson auf Byron Bunch. Er weiß, dass Burch sich jetzt Joe Brown nennt, verschweigt dies aber, weil er sich in Lena Grove verliebt hat. Verständnis für sein Handeln sucht er beim ehemaligen Pastor Gail Hightower, dessen Frau einst auf dubiose Weise ums Leben gekommen ist. Die zentrale Figur des Romans ist Joe Christmas. Verfolgt von der Idee, schwarz zu sein, fühlt Christmas sich keiner Gemeinschaft zugehörig. Schließlich findet er in der Nähe des Städtchens Jefferson in einem Schuppen der älteren Joanna Burden Unterschlupf und geht ein sexuelles Verhältnis mit ihr ein.

 

„Licht im August“ Nach dem gleichnamigen Roman von William Faulkner

Aus dem Amerikanischen von Helmut Frielinghaus und Susanne Höbel
Mit: Ulrich Matthes, Yohanna Schwertfeger, Tom Schilling, Marc Hosemann, Christian Redl, Johanna Gastdorf, Matthias Bundschuh, Sylvester Groth, Robert Dölle u. v. a.
Komposition: Pierre Oser
Hörspielbearbeitung und Regie: Walter Adler
(Produktion: SWR 2017 – Ursendung)

William Faulkner, (1897–1962), geboren in Albany, Mississippi, als William Cuthbert Falkner, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Neben seinem umfänglichen Werk, verfasste er Drehbücher. Faulkner wurde zweimal mit dem Pulitzer-Preis und dem O’Henry Award ausgezeichnet, erhielt den National Book Award und 1950 den Nobelpreis für Literatur. Faulkner starb in Byhalia, Mississippi.

 

© SWR 2, Hörspiel, 26.12.2017

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