Jonas Mekas, der im Jänner 2019 mit 96 Jahren in New York gestorben ist, kennen Cineasten weltweit als eine Schlüsselfigur des US-amerikanischen Avantgardefilms. Der in Litauen geborene Schriftsteller Mekas blieb eher unbekannt. 

Feature von Ulrike Janssen und Norbert Wehr

Dabei ist er für die Nachkriegsgeschichte ein wichtiger Zeitzeuge gewesen. In seinem Tagebuch der Jahre 1944-1954 hält Jonas Mekas fest, wie er nach seiner Flucht aus Litauen in Deutschland ankommt, im Krieg noch Zwangsarbeit leisten muss und dann nach Kriegsende durch das zerstörte Deutschland irrt. Wie er schließlich jahrelang in Barackenlagern lebt, bevor er 1949 in die USA auswandert.

Trotz der deprimierenden Umstände in den displaced-person-camps gelingt es Mekas dort, viel zu lesen, zu fotografieren, das Tagebuch zu führen, und er schreibt hier ganz besondere Naturgedichte.

© Ö1, Tonspuren, 3.5.2020

Danke, das Du meinen Beitrag kommentieren möchtest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.