„Laila Biali“ Konzertmitschnitt vom 28. April 2018, KITO, Bremen

Sie kommt ursprünglich aus der Klassik und entdeckte nach einem Unfall den Jazz für sich. Mittlerweile konzentriert sie sich zunehmend aufs Komponieren und Arrangieren, wie sie eindrucksvoll im Kito zeigte.

Sie liebt Jazz. Aber als Jazzmusikerin würde sich Laila Biali nicht unbedingt bezeichnen. Jazz ist nur eine von vielen Zutaten. Auf dem neuen Album, das sie einfach „Laila Biali“ getauft hat, kommen gleichermaßen Pop, Rock, Soul und Funk zum Tragen. Für sie, so die Sängerin, Songwriterin und Pianistin augenzwinkernd, sei das schlicht Popmusik. Das unterstreicht die Auswahl an Coverversionen: „Let’s Dance“ von David Bowie sowie Songs von Randy Newman und Radiohead.

In den eigenen Stücken wird die dunkel gelockte Kanadierin ganz persönlich. Und sie bezieht auch mal Stellung zu humanitären bzw. politischen Themen, zum Beispiel mit dem Stück „Refugee“. Eine Newcomerin ist Laila Biali beileibe nicht. Im Gegenteil: Im heimischen Kanada ist die Frau aus Vancouver, die heute zwischen Toronto und New York City pendelt, bestens etabliert.

Laila Biali kam als Tochter eines ägyptischen Vaters und einer deutschen Mutter zur Welt. Sie wuchs mit einer großen Liebe für klassische Musik auf. Ihr damaliger Wunschtraum: eine Karriere als klassische Pianistin. Als sie bei einem Verkehrsunfall eine schwere Armverletzung erlitt, musste sie sich neu orientieren. In dieser Zeit entdeckte sie – zunächst vorsichtig, dann mit wachsender Leidenschaft – den Jazz für sich. Ihr Musikstudium in Toronto begann sie als Sängerin. Nach und nach integrierte die Kanadierin das Klavier. Und sie konzentrierte sich zunehmend aufs Komponieren und Arrangieren. Das Albumdebüt erschien 2003. Das jüngste Werk macht das halbe Dutzend voll.

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© Bremen 2, Sounds In Concert, 7.7.2018

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