Gidayū ist eine circa 300 Jahre alte japanische Theatertradition. Ursprünglich ein Puppentheater, entwickelte sich Gidayū im Laufe der Zeit zu einer rein akustischen Kunstform.

Von Allen S. Weiss und Daisuke Ishida

Auf der Bühne verkörpert eine Person allein mit ihrer Stimme sämtliche Rollen und auch alle Geräusche einer Erzählung. Hier gibt es eine Verbindung von Gidayū zu Hörspiel und Radiokunst.
Fünf Tage lang waren Allen S. Weiss und Daisuke Ishida mit dem Mikrofon unterwegs: Vor der Geräuschkulisse von Kyoto begaben sie sich auf die Spuren von Gidayū im Alltag. Sie besuchten eine Teezeremonie, einen Shinto Schrein, den Hōnen-in Tempel, ein Einkaufszentrum und den berühmten Zen-Garten Ryōan-ji.

„Weil Kyoto beides ist: Stadt und Phantasmagorie, ist das Stück gleichermaßen Reisebericht wie Musik.“ (Allen S. Weiss)

Komposition: Daisuke Ishida
Produktion: Deutschlandradio Kultur mit dem Elektronischen Studio der Akademie der Künste Berlin 2014

Allen S. Weiss, geboren 1953, lebt und arbeitet als Autor in Paris und New York. Professor für Performance Studies an der New York University. Zahlreiche

Mit herzlichem Dank an die Kyoto Bus Company, an die Musiker, Robert Yellin und Robert Mangold; an Umeda Minoru für die Teezeremonie, an Troy Reilly, Mark Halpern, Umeda Mitsuko, Ikeba Kumi, Hitomi Shimizu und Michael Lazarin für ihre großzügige Hilfe und an François Bizet für die Inspiration.

Allen S. Weiss, geboren 1953, lebt und arbeitet als Autor in Paris und New York. Professor in Performance Studies an der New York University. Zahlreiche Buchveröffentlichungen.

Daisuke Ishida, geboren 1980 in Tokio, lebt und arbeitet als Künstler in Berlin. Lehraufträge an der UdK Sound Studies und der Fakultät Musik. Weltweit Ausstellungen und Performances.

Anschließend: „Joya-no-kane in Kyoto“ Von Steven Feld

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