Krzysztof Penderecki zum 85. Geburtstag „Der unheimlich Populäre“ Von Matthias Nöther

Für Ohren, die das Neue in der Musik suchen, wirken die Werke von Krzysztof Penderecki oft ein bisschen zu harmonisch, zu traditionell. Und doch war Penderecki einst ein führender Vertreter der polnischen Avantgarde nach dem Zweiten Weltkrieg.

Am 30. März 1966 wurden in der westdeutschen Musikwelt viele Gewissheiten erschüttert. Krystof Pendereckis Lukas-Passion wurde bei ihrer Uraufführung im Dom von Münster zu einem klaren Publikumserfolg – ein religiöses Werk, eine traditionelle Passionsmusik. Schon drei Wochen nach der Uraufführung 1966 folgte eine Aufführung in Pendereckis Heimatstadt Krakau, dann gab es ein Gastspiel bei der Biennale in Venedig und beim polnischen Festival „Warschauer Herbst“.

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© Deutschlandfunk Kultur, MUSIKFEUILLETON | Beitrag vom 25.11.2018

 

„Der Komponist Krzysztof Penderecki ist tot“ Von Martin Hoffmeister 

Der polnische Komponist Krzysztof Penderecki ist tot. Er starb am Sonntag im Alter von 86 Jahren in Krakau (Krakow). Das berichtete die Agentur PAP unter Berufung auf seine Ehefrau.

Penderecki wurde in jungen Jahren der Avantgarde zugeschrieben, wandte sich aber später wieder mehr traditionellen Formen zu. Eine seiner bekanntesten Kompositionen widmete er den Opfern des Atombombenangriffs von Hiroshima. Seine ausdrucksstarke Musik wurde in zahlreichen Filmen verwendet, darunter Horrorklassikern wie „Shining“ von Stanley Kubrick, „Der Exorzist“ von William Friedkin, „Shutter Island“ von Martin Scorsese, David Lynchs „Wild At Heart“ oder Andrzej Wajdas „Katyn“. Er galt als wichtigster polnischer Komponist der Gegenwart…

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© MDR Kultur, 29.3.2020

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