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Das Kino Arsenal widmet Krzysztof Komeda, einem der großen europäischen Komponisten der 60er Jahre, eine Reihe

Im Restaurant nimmt der Kellner die Gabel, schlägt sie auf den Tisch, hält sie ans Ohr und hört tatsächlich einen Akkord. Später stehen Männer mit selbst gebastelten Zeitungshüten bildfüllend vor der Kamera und wischen an Wassergläserrändern ein ohrenbetäubendes Fiepkonzert. In „Bariera“, Jerzy Skolimowskis 1966 entstandenem absurden Mutwerk der polnischen Nouvelle Vague, geht es – neben anderen Dingen – um die Musikalität von Sound.

Am Ende jedoch wird die Protagonistin, eine Straßenbahnfahrerin im verschneiten polnischen Winter, mit einer schönen Melodie umschmeichelt – eine Frauenstimme singt sphärisch und jazzharmonisch ein „Lalala“. Versöhnlich klingt das fast in Skolimowskis an allen Brennpunkten der wütenden polnischen Jugend rüttelnder, experimenteller Gesellschaftsbeobachtung….

Arsenal, bis 20. 9., Programm unter www.arsenal-berlin.de

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© TAZ, Jenni Zylka, 7.9.2016

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