„Kreolische Musik lässt mich fliegen“ Die portugiesische Sängerin und Songwriterin Carmen Souza Von Karl Lippegaus // Auf Wunsch wieder Online

Scheuklappen oder Berührungsängste kennt Carmen Souza keine. Mutig platziert sich das Energiebündel und Allroundtalent zwischen allen Stühlen. Ob Jazz, Rock, Pop oder Folk – woher das musikalische Material kommt, ist für sie zweitrangig.

Von Karl Lippegaus

 

Die Kapverden sind ihre innere Heimat. Von dort stammen die Eltern der in Lissabon geborenen Künstlerin. Doch die 36-Jährige geht kompositorisch und gesangstechnisch ihren eigenen Weg. Sie umschifft die gängigen Klischees, verbindet Jazzelemente mit kreolischer Tradition. Der Melancholie einer Cesaria Evora setzt Carmen Souza eine optimistischere Haltung entgegen, entlockt ihrer Stimme immer neue Nuancen und wechselt auch schon mal in einen atemberaubend schnellen Scatgesang.

Für ihr Album ‚Protegid‘ (2010) gab es den Deutschen Schallplattenpreis. Einladungen zu großen Worldmusic-Festivals in Europa und in Übersee folgten. Auf ihrem aktuellen Album ‚Creology‘ drückt sie den Lebensfreude-Stempel auf Rhythmen wie Batuque, Funana, Semba, Quilapanga und Marrabenta. Die charismatische Musikerin singt, spielt Gitarre und Klavier. Sie projiziert ihren Enthusiasmus gekonnt aufs Publikum, bringt es zum Tanzen, verführt es zu immer neuen Ufern. Gemeinsam mit ihrem Bassisten Theo Pas’cal sowie Elias Kacomanolis, einem Drummer aus Mosambik, produziert sie Grooves, die vom kreolischen Boden abheben.


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© Deutschlandfunk, Lied- und Folkgeschichte(n), 1.6.2018

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