Die Musik von Zeynep Gedizlioğlu gleicht einer schier unerschöpflichen Palette an Zustandsbeschreibungen. Mal fragil, mal aufbrausend bis hin zur Ekstase. Jetzt ist ihr neues Album mit dem Titel „Verbinden und Abwenden“ erschienen.

Zeynep Gedizlioğlu wurde 1977 im türkischen Izmir geboren und studierte Komposition in Istanbul, Saarbrücken, Strassburg und schließlich in Karlsruhe bei Wolfgang Rihm. Heute lebt und arbeitet sie in Berlin. Die Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung der Welt und sich selbst, der Wechsel zwischen Distanz und Annäherung und die Suche nach Beziehungen und Nicht-Beziehungen prägen die Arbeit der Komponistin.

Wechselspiel der Gegensätze

Auf ihrem neuen Album präsentiert Zeynep Gedizlioğlu sowohl kammermusikalische Werke als auch mit groß besetzten Ensemble- und Orchesterkompositionen. Bei all diesen Stücke, sagt Zeynep Gedizlioğlu, gehe es um das Sprechen, um den Versuch, etwas zu sagen, aber auch um das Scheitern in all seinen Facetten. Aber auch die Pausen, mit der Gedizlioğlu sowohl der Musik, als auch dem Hörer die Möglichkeit geben will, das eben Verklungene zu reflektieren, spielt in diesen Stücken eine entscheidenden Rolle.

Zeynep Gedizlioğlu
„sights of now“
Klavierduo Tomoko Hemmi, Yukiko Sugawara
Quatuor Diotima

„Jetzt – Mit meiner linken Hand“
Klangforum Wien
Leitung: Leonhard Garms

„kelimeler“
Neue Vocalsolisten Stuttgart

„blick des abwesenden“
Tamara Stefanovich, Klavier
hr-Sinfonieorchester
Jonathan Stockhammer

 

© Deutschlandfunk Kultur, Neue Musik, 21.5.2020

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