Herbst 1944 in einer polnischen Kleinstadt. Die jüdische Widerstandskämpferin Margarita erschießt einen SS-Mann und findet Zuflucht bei dem volksdeutschen Ehepaar Kramer. Margarita gebiert eine Tochter, Lisa. Als Margarita auf der Flucht in den Westen stirbt, wächst Lisa im Nachkriegsdeutschland bei Marta Kramer als deren angebliche Enkelin auf.

Erst als junge Erwachsene entdeckt Lisa ihre jüdischen Wurzeln und verliebt sich in Shimon. Er ist der Sohn der Jüdin Anna Stirnweiss, die als junges Mädchen jahrelang von dem fanatischen SS-Obersturmbannführer Ranzner missbraucht und mit der letzten Vergewaltigung geschwängert wurde. Ranzner hatte in Polen den Völkermord an den Juden exekutiert.

»Königreich der Dämmerung« erzählt von Deutschen und Juden über drei Generationen und verschiedene Länder hinweg – von 1944 bis in die 1970er-Jahre.

Erster Teil: Der Schlächter von Turck

Zweiter Teil: Eine neue Heimat

Mit: Barbara Nüsse, Lena Stolze, Christian Redl, Hedi Kriegeskotte, Alexandra Henkel, Patricya Ziolkowska u. v. a.
Musik: Peter Kaizar
Hörspielbearbeitung und Regie: Leonhard Koppelmann
(Produktion: SWR 2017)

Steven Uhly, geboren 1964 in Köln, ist deutsch-bengalischer Abstammung. Er studierte Literatur, leitete ein Institut in Brasilien, übersetzt Lyrik und Prosa aus dem Spanischen, Portugiesischen und Englischen. 2010 erschien sein Debütroman »Mein Leben in Aspik«, für »Adams Fuge« (2011) wurde er mit dem Tukan-Preis ausgezeichnet. »Glückskind« (2012) wurde zum Bestseller und von Michael Verhoeven für die ARD verfilmt. »Königreich der Dämmerung« ist Uhlys vierter Roman. Zuletzt publizierte er 2015 unter dem Titel »Tagebuch« eine Auswahl von knapp 100 Gedichten aus dreißig Jahren.

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