Was in der Musik die Schleife ist, zum Beispiel der Loop oder die Fuge, ist in der Theorie von Jacques Derrida das Gespenst. Flüchtige Figurationen gespeist aus Erinnerung und Wiederholung. In seinem Radiodebüt trifft der Jazzmusiker Martin Brandlmayr mit den erweiterten Klangmöglichkeiten seines Schlagzeugspiels auf die Gespenster, die sein Schaffen geprägt haben: Miles Davis, Jacques Derrida, Billie Holiday und Thelonious Monk.

Vive les fantômes
Komposition und Realisation: Martin Brandlmayr
Im Originalton: Miles Davis, Jacques Derrida, Billie Holiday, Thelonious Monk
Produktion: SWR 2018
Länge: 54’40

© Deutschlandfunk Kultur, Klangkunst, 19.4.2019

Martin Brandlmayr, geboren 1971 in Bad Ischl in Österreich, studierte Schlaginstrumente an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Mit der Band „Radian“ tourte er weltweit und veröffentlichte sieben Alben. Darüber hinaus ist er Mitglied der Gruppen Polwechsel und Trapist. Intensive Auseinandersetzung mit dem Schlagzeug als Groove-Instrument und als erweiterter Klangkörper.

Danke, das Du meinen Beitrag kommentieren möchtest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.