„Klänge aus einem verschwundenen Staat“ Neue Musik in der DDR Von Thorsten Preuß

In der öffentlichen Wahrnehmung standen sie stets im Schatten ihrer westdeutschen Kollegen: Während Stockhausen, Henze und Rihm zu Ikonen der Avantgarde wurden, blieben Komponisten aus der DDR wie Reiner Bredemeyer, Friedrich Schenker oder Jörg Herchet im wiedervereinigten Deutschland vergleichsweise unbekannt.

Auch heute, 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer, ist Neue Musik aus der DDR noch immer so etwas wie Terra incognita. Die Anerkennung kommt langsam, leider oft auch erst posthum: erst nach und nach spiegelt sich der kompositorische Rang von Komponisten wie Friedrich Goldmann oder Georg Katzer auch im Konzertleben und in der Diskographie. Woran liegt das? Und was könnte bleiben von der Musik, die in der DDR komponiert wurde? Thorsten Preuß unternimmt, unterstützt von Experten wie dem Leipziger Pianisten und Komponisten Steffen Schleiermacher und dem Berliner Musikwissenschaftler und Intendanten Frank Schneider, eine Bestandsaufnahme.

© BR Klassik, Horizonte, 7.11.2019

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