„Keiner ist böse und keiner ist gut“ Experimentelles Hörspiel von Rainer Werner Fassbinder

Wie kann sich eine Gesellschaft von politischen Extremen und Diskriminierung befreien? Kultregisseur Rainer Werner Fassbinder hat dazu 1972 ein beklemmendes surreales Zukunftsszenario erschaffen.

Versuch über Science-Fiction – so wurde Fassbinders akustische Dystopie vor fast 50 Jahren angekündigt. Aber mehr als Science-fiction ist das Stück eine abstrakte Versuchsanordnung: Wie unter Hypnose reden die Figuren – in stiller Hysterie schwärmen Kinder, Eltern, Großeltern von dem großen Einverständnis, das alle Gegensätze und Extreme aufhebt. Hochambivalent in seiner Botschaft ist „Keiner ist böse und keiner ist gut“ ein halluzinogenes Kammerspiel, das schwankt zwischen irrer Hoffnung und großer Beklemmung. Wie in seinen Filmen arbeitete Fassbinder auch in seinen Hörspielen mit seiner festen Schauspielertruppe – hier u.a. Hanna Schygulla, Walter Sedlmayr und Peer Raben.

„Keiner ist böse und keiner ist gut“

Von Rainer Werner Fassbinder
Regie: Rainer Werner Fassbinder
Redaktion: Isabel Platthaus
Produktion: BR 1972

© WDR 3, Hörspiel, 26.9.2019

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