„Karma“ (1969) Der große Hymnus von Tenorsaxofonist Pharoah Sanders

Mit seinem Meisterwerk „A Love Supreme“ hatte John Coltrane 1965 den neuen Pfad fulminant eröffnet: Jazz als transzendentales Gesamterlebnis mit spiritueller Botschaft in epischer Ausdehnung Richtung Unendlichkeit. 

Vier Jahre später legte Tenorsaxofonist Pharoah Sanders – ebenfalls beim Label Impulse! – mit dem Album „Karma“ in Nonettbesetzung noch eins drauf: Mehr als 30 Minuten dauert das (auf der LP notgedrungen zweigeteilte) Stück „The Creator Has a Master Plan“, das „A Love Supreme“ in seinen Harmonien sogar direkt zitiert, und in dessen Mitte Leon Thomas mit seinem eindringlichen Gesang samt ekstatischen Jodeleinlagen das Mantra der Hippiebewegung beschwört: „Peace and Happiness“! Sanders, Thomas und Mitmusiker schufen damit einen universalistischen Hymnus, in dem sich entspannter Groove, tranceartige Intensität, orchestraler Klang, Vokalakrobatik und Free Jazz stimmig vereinen, und der weit über den Jazz hinaus ein breites Publikum erreichte.


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© Ö1, Milestones, 21.3.2021

Komponist/Komponistin: Pharoah Sanders
Textdichter/Textdichterin, Textquelle: Amosis Leontopolis Thomas
Titel: The Creator Has a Master Plan
Album: Karma
Solist/Solistin: Reggie Workman /Bass
Solist/Solistin: Richard Davis /Bass
Solist/Solistin: Drums – William Hart
Solist/Solistin: Flute – James Spaulding
Solist/Solistin: French Horn – Julius Watkins
Solist/Solistin: Percussion – Nathaniel Bettis
Solist/Solistin: Piano – Lonnie L. Smith Jr.
Solist/Solistin: Tenor Saxophone – Pharoah Sanders
Länge: 26:10 min
Label: Impulse! AS-9181

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