Sie hören das Preiswerk „ANTIPODES for voices and dead electronics“ und ein Studiogespräch mit dem Preisträger Frédéric Acquaviva.

Die Verleihung des diesjährigen Karl-Sczuka-Preises für Hörspiel als Radiokunst bei den Donaueschinger Musiktagen wird auf das Jahr 2021 verschoben. Grund hierfür sind die aktuellen Reisebeschränkungen, die dem Preisträger Frédéric Acquaviva die Teilnahme unmöglich machen. Die Auszeichnung wird vom Südwestrundfunk (SWR) vergeben und ist mit einem Preisgeld von 12.500 Euro verbunden. Die freie Autorenproduktion ist bisher ungesendet.

Gespräch mit dem Preisträger Frédéric Acquaviva:

https://avdlswr-a.akamaihd.net/swr/swr2/hoerspiel/karl-sczuka-preis/gespraech-mit-dem-preistraeger-frederic-acquaviva.lt.mp3

„Es ist ein Stück das uns alle mit unseren Hörgewohnheiten konfrontiert hat!“

Olaf Nicolai, Vorsitzender der Jury

Frédéric Acquaviva: ANTIPODES (2019)
for voices and dead electronics, 69′

mit den Stimmen von Joël Hubaut, Dorothy Iannone und Loré Lixenberg
Text: Joël Hubaut

„Ich wollte schon lange eine groß angelegte Arbeit machen, die auf Arbeiten meines Freundes, des Dichters und Künstlers Joël Hubaut, basiert. Ich bat Joël, einige Worte zu performen, die auf Zeichnungen seiner Serie „Epidemik Diary“ erscheinen. Die Aufnahmen fanden im Juli 2019 im Londoner Resident Studio statt. Die Titel von Joëls Bildtafeln werden von der amerikanischen Künstlerin Dorothy Iannone gesprochen, deren hypnotische Stimme ich einige Wochen zuvor in ihrem Berliner Studio aufnehmen konnte. Die Umsetzung der Partitur und Komposition von ANTIPODES fand im legendären EMS Studio in Stockholm statt und wurde im November 2019 in meinem eigenen Studio in London fertiggestellt. Das Stück basiert auf meiner zehn Jahre währenden Zusammenarbeit mit Loré Lixenberg, die mit meinem Projekt AATIE (2010-2011) begann. ANTIPODES nutzt das großartige Stimmspektrum der britischen Mezzosopranistin. Joël Hubaut kontrastiert ihre Parts mit seiner dunklen und kraftvollen Stimme.

Alle visuellen Arbeiten von Joël Hubaut befassen sich mit dem Begriff des Virus und dem Konzept der Epidemie. Die aktuelle Corona Krise war nicht ihr Anlass.“

Frédéric Acquaviva schreibt über sein Stück

© SWR 2, Donaueschinger Musiktage, 18.10.2020

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