Jungle.World: „The Strokes“ Abgehalfterte Alternativhelden oder Der Retro-Sound der Strokes ist unglaubwürdig Von Jens Uthoff

2001 retteten die Strokes den Indierock, 19 Jahre später klingen sie nur noch wie eine Coverband ihrer selbst. Da stehen sie also in gleißendem Licht, die Herren Casablancas, Hammond Jr., Valensi, Fraiture und ­Moretti, in schnieke Anzüge gehüllt. Inmitten eines Wohnzimmers mit dunkelbrauner Holzvertäfelung, Ohrensesseln und Glastisch spielen sie ihre Instrumente, die Haare lang wie bei den Beatles. 

In welchem Jahrzehnt diese Szene stattfinden soll, ist relativ klar, dazu muss Sänger Julian Casablancas gar nicht erst die Jahreszahl 1972 fallen lassen. In ihrem üblichen langsamen Tempo rocken die fünf ein paar Akkorde herunter, ehe ein Mann in kariertem Sakko auftaucht und eine Geschäftsidee unterbreitet: Er bietet an, diese Band für den Heimbedarf klonen zu lassen – und lässt ein paar Modelle auflaufen, die den Musikern ähneln….

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© Jungle.World, Dschungel, 23.4.2020

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