Die Covid-19-Pandemie stellt auch die Clubszene vor große Heraus­forde­rungen. Die ohnehin prekären Arbeits­bedingungen wurden noch schlechter. Von Nicholas Potter

Von der Tür und bis zum Tresen, von der Garderobe bis zur Gästeliste arbeiten Menschen, um die Clubszene am Laufen zu halten. Die wenigsten der dort Beschäftigten kennen ihre Rechte – Betriebsräte gibt es kaum. Prekär war ihre Situation häufig bereits vor der Covid-19-Pandemie.

Mehr als 9000 Beschäftigte allein in Berlin zählt die Clubcommission, ein Interessenverband Berliner Party- und Kulturveranstaltungsbranche, in ihrer Studie »Clubkultur Berlin« von 2019. Davon sind lediglich 28 Prozent sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 40 Prozent in sogenannten Minijobs, 20 Prozent sind selbständig und zehn Prozent ehrenamtlich tätig. Im Schnitt beschäftigt ein Club 33 Arbeitskräfte. »Dass die Arbeitsbedingungen in der Clubszene oft prekär sind, ist vielen in der Branche schon bekannt, wenn sie anfangen«, erzählt Lutz Leichsenring, der Pressesprecher der Clubcommission, der Jungle World.

© Jungle.World, Thema, 17.9.2020

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