Jürgen Habermas zum 90. Geburtstag: „Der Philosoph als Bürger“ Von Thomas Meyer

„Habermas Global“ – so lautet der Titel eines der zahllosen Bücher, die Jürgen Habermas‘ Werk anlässlich seines 90. Geburtstages am 18. Juni gewidmet werden. Die Formel beschreibt gut, wie man den Philosophen und Soziologen feiern möchte – als weltweit diskutierte und geachtete Persönlichkeit.

Und das ist er ja auch: seit Jahrzehnten Deutschlands Exportschlager in Sachen aufgeklärten, linksliberalen und stets zum Widerspruch bereiteten Denkens. Habermas‘ Werk hat zudem die Sozial- und Sprachphilosophie, die Gesellschafts- und politische Theorie gleichermaßen revolutioniert, hat eine stabile Brücke zwischen amerikanischen und kontinentalen Traditionen gebaut. Habermas – das ist für Viele der Nenner, auf den sie das Denken der letzten fünfzig Jahre bringen würden.

Wie aber kam der 1929 in eine Gummersbacher Beamtenfamilie geborene Student in der jungen Bundesrepublik an? Wie wurde aus dem Journalisten ein Professor, der sehr rasch und sehr konsequent alle Klaviaturen der medialen Öffentlichkeit zu spielen verstand? Was hat es auf sich mit den politischen Interventionen, die den „Historikerstreit“ ebenso bestimmten, wie die Frage nach einem vereinbarten Europa? Was heißt es schließlich, in einem demokratischen Gemeinwesen ein Bürger zu sein?

Der Ideenhistoriker Thomas Meyer analysiert Leben und Werk Jürgen Habermas und stellt dabei einen kaum bekannten deutschen Weltbürger vor.

 

 

© Bayern 2, Nachtstudio, 18.6.2019

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