Mit der Einspielung „Eternal Fiction“ haben Lukas Kranzelbinder, Mario Rom und Herbert Pirker ein jazziges „Roadmovie“ kreiert. Von Ljubiša Tošić.

Blendet man kurz die filmisch-literarischen Einflüsse aus, auf die sich Interzone bezieht, bleibt der ungeschminkte Eindruck eines raffinierten Trios, das die Entfaltung des Individuums zelebriert. Trompeter Mario Rom ist dabei der Orpheus der lyrisch-unendlichen Melodie, der bei offensiveren Stücken Virtuosität smart einsetzt, um Klischees expressiv zu dekonstruieren. Als Ganzheit vermittelt die neue Einspielung Eternal Fiction wiederum abstrakte Zugänglichkeit.

Getragen von Bassist Lukas Kranzelbinder und Schlagzeuger Herbert Pirker, umwehen einen die Stücke denn auch als schummrige Balladen oder schnittige Themenkosmen im Sinne eines imaginierten Bebop. Da ist Leben drin, und die Gesamtkonzeption ist auch nicht Zufall. Im Tüftelraum wurde nach getaner „Sessionarbeit“ heftig gefeilt. Man soll die Neuheit in einem Zug durchhören können, wodurch der Eindruck „einer roadmovieartigen Reise entsteht“, so Drummer Pirker.

© Der Standard, Kultur, 8.2.2021

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