Weitere Highlights beim vergangenen Jazzfest Berlin waren Konzerte im Haus der Festspiele. Mitschnitte der Konzerte von Ambrose Akinmusire sowie Mônica Vasconcelos Group feat. Ingrid Laubrock.

Aktualität und Tradition

Drei Jahre lang war Richard Williams der künstlerische Leiter des Jazzfest Berlin. Der gestandene Journalist aus London bescherte dem Festival auch in seinem letzten Amtsjahr ein Programm, das aufregende Aktualität vor dem Hintergrund einer großen Tradition präsentierte. Im Aufgebot gab es erneut viel zu entdecken. Die Auftakt-Abende fanden im Kreuzberger Lido statt – ein bewusster Schritt mitten hinein in eine andere Szene. Hauptspielort blieb allerdings das Haus der Berliner Festspiele im alten Westen der Metropole. Spezielle Club-Abende setzte Williams im A-Trane in Charlottenburg an.

Ambrose Akinmusire

Der Trompeter Ambrose Akinmusire hatte für das Festival ein spezielles Projekt auf den Weg gebracht. Er komponierte ein umfangreiches Werk für Sextett, zu dem er inspiriert wurde von Tondokumenten aus dem Jahr 1939. Damals hatte ein Musikwissenschaftler in einem Gefängnis in Mississippi den Gesang der inhaftierten Afroamerikanerin Mattie Mae Thomas aufgenommen.

Mônica Vasconcelos

Die brasilianische Sängerin Mônica Vasconcelos, die in England lebt, bezog sich mit ihrem jüngsten Projekt wiederum auf die große alternative Songtradition jener Jahre, in denen Brasilien von einer Militärjunta regiert wurde. Als Gast in Berlin dabei: die deutsche Saxophonistin Ingrid Laubrock aus New York – sie gehörte vor Jahren einige Zeit lang zur Londoner Band von Vasconcelos.

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© Bremen 2, Sounds In Concert, 17.3.2018

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